Burg Liebenau entstand wohl Ende des 12. Jahrhunderts zur Sicherung eines Flussübergangs über die Weiße Elster. Hier wurde von Halle kommend Salz, das weiße Gold, weiter in fränkische, sächsische und böhmische Lande gebracht.

 

Zu dieser Zeit befindet sich die Burg im Besitz der Ritter von Liebenau, einer Adelsfamilie, die sich immer wieder im Gefolge der Markgrafen von Landsberg findet.

 

Zum Ende des 13. Jahrhunderts scheint die Familie v. Liebenau im Mannesstamme auszusterben.

Wohl damit fiel die Burganlage an den Erzbischof von Magdeburg.

 

Von diesen kam es an die Bischöfe von Merseburg. Gemeinsam konnten diese auch die nahen Burgen in Schkopau und Lauchstädt erwerben - wichtige Grenzburgen im Norden des Merseburger Bistums.

 

Der jahrhundertelange Besitz durch die Bischöfe führte auch zum Namen Bischofsburg.

 

Etwa 1530 unter Bischof Vincenz erfolgte ein erster Umbau von der Burg hin zum Schloss.

Nach der Reformation kam die Burg an Kursachsen. Ab 1656 lag sie im neu entstandenen Fürstentum Sachsen-Merseburg.

 

Unter dem jagdbegeisterten Herzog Christian I. (+1691) wurde die Burg zum beliebten Ausgangspunkt für Jagden in der wildreichen Elsteraue. ABer auch Geburtstage und Bälle wurden hier veranstaltet.

 

Um 1680 ließ der Herzog die Anlage schlossartig modernisieren. Dabei wurde auch der alte große Bergfried abgetragen.

 

Nach dem Aussterben der Linie Sachsen-Merseburg legte sich langsam der Schleier des Vergessens über das Haus.

Mit dem Wiener Kongress 1815 fiel Burgliebenau gemeinsam mit dem Merseburger Umland an das Königreich Preußen.

 

Dort konnte man mit der sächsischen Geschichte nur wenig anfangen. Die Burg- und Schlossanlage wurde 1827 an Johann G. Lorenz verkauft. Bis zur sogenannten "demokratischen Bodenreform" im Herbst 1945 waren Haus, Acker und Forstwirtschaft im Besitz seiner Nachfahren, der Familie Schwarzburger.

 

Danach dienten die historischen Mauern als Kindergarten, Schulküche, vor allem aber als Mehrfamilienhaus für bis zu 11 Familien.

Dann stand die Burg- und Schlossanlage leer. Die Gemeinde Schkopau als Eigentümer sorgte aber für eine grundlegende Bauunterhaltung.

 

Seit September 2016 ist die Bischofsburg wieder bewohnt und in Familienbesitz.

 

Die junge Familie bewirtschaftet auch das sogenannte Kreuzritter-Gut zwischen Dessau und Wittenberg, eine ehemalige Niederlassung des Deutschen Ordens.